Hauptversammlung

Watzke sieht "erhebliche Wachstumspotenziale"

Beifall und eine außerordentlich hohe Zustimmung für den Kurs der Geschäftsführung: Auf der Hauptversammlung der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA blickten die Anteilseigner auf ein „außerordentlich erfolgreiches Geschäftsjahr“ 2015/16 zurück.

"Die Erfolgsstory unseres Unternehmens geht weiter", betonte der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Gerd Pieper. Und daran partizipieren auch die Aktionäre. "Wer zum Zeitpunkt des Börsengangs mit elf Euro eingestiegen ist und seitdem alle Kapitalerhöhungen mitgemacht hat, der ist jetzt endlich im Plus", erläuterte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Hans-Joachim Watzke. Denn der Durchschnittskurs aller Ausgabewerte, gewichtet vom Börsengang im Oktober 2000 bis heute, beläuft sich auf 4,83 Euro. Der Großteil der BVB-Aktionäre ist ohnehin schon seit Jahren im Plus. Am Montagvormittag wurde die BVB-Aktie mit 5,73 Euro notiert. Watzke zu den Anlegern: "Ich habe auch schon vor Ihnen gestanden mit 82 Cent. In den vergangenen zehn Jahren haben wir seriös und beharrlich unsere Arbeit gemacht."

Geschäftsführer Thomas Treß führte durch die bereits auf der Bilanzpressekonferenz vorgestellten Zahlen: Höchster Umsatz der Klubhistorie mit 376,3 Millionen Euro, Gewinn im Konzern in Höhe von 29,4 Mio. € (Vorjahr 5,5 Mio. €), operatives Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 86,7 Millionen Euro. Treß stellte abschließend fest: "Die Erlöse müssen auch in Zukunft steigen, wenn wir unsere Wettbewerbsfähigkeit wahren wollen."

"Wir stehen mit beiden Beinen fest am Borsigplatz"

Hans-Joachim Watzke sieht für die Zukunft "erhebliche Wachstumspotenziale" und nennt den neuen Fernsehvertrag ab Sommer 2017 ("Daran werden wir erheblich partizipieren, im mittleren achtstelligen Bereich"), das neue Format der UEFA Champions League im Jahr darauf sowie im Bereich der Internationalisierung: "Da sind wir erst am Anfang." Gleichzeitig betonte der BVB-Chef: "Wir stehen mit beiden Beinen fest am Borsigplatz. Das ist unsere Heimat. Wir werden niederKommerzverein sein, werden weiterhin die sozialsten Ticketpreise haben. Mehr als der Inflationsausgleich ist nicht drin. Da holen wir das Geld lieber aus Fernost."

Borussia Dortmund bleibt bodenständig. "Ich bin stolz, dass wir zu einem der größten Arbeitgeber in Dortmund geworden sind", sagte Watzke und bedankte sich bei mittlerweile 800 "hochmotovierten Mitarbeitern". Die Fanbetreuung wird von sieben auf zehn hauptamtliche Mitarbeiter aufgestockt. Watzke spricht von "Präventivarbeit, die für unsere gesellschaftliche Verantwortung immens wichtig ist".

Seinen Aktionären zahlt der BVB für das Geschäftsjahr 2015/16 eine Dividende von 0,06 Euro pro Aktie. Die Entlastung der Geschäftsführung erfolgte mit überragender Mehrheit.

 

Die Rede von Hans-Joachim Watzke (Vorsitzender der Geschäftsführung)

Die Rede von Thomas Treß (BVB-Geschäftsführer)