Hauptversammlung

Dem erfolgreichsten Jahrzehnt soll weiteres Wachstum folgen

Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA blickt sportlich wie wirtschaftlich auf das erfolgreichste Jahrzehnt der Geschichte zurück. Das betonte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Hans-Joachim Watzke, auf der Hauptversammlung der Gesellschaft am heutigen Montag und kündigte weiteres Wachstum an.

„An der wirtschaftlichen Strahlkraft müssen keine Abstriche gemacht werden“, sagte Watzke ungeachtet der aktuellen sportlichen Delle: „Den größten Vertrauensbeweis, was die mittelfristige Zukunft angeht, hat uns PUMA gegeben.“ Der neue, medial stark beachtete Ausrüstervertrag, der nach harten Verhandlungen in einer Atmosphäre gegenseitigen Vertrauens ausgehandelt worden ist, „gibt uns die Gelegenheit, in den nächsten Jahren weiter anzugreifen“.

Schon ohne diesen neuen Kontrakt werde im laufenden Geschäftsjahr im Sponsoring die Schallmauer von 100 Millionen Euro durchbrochen. „Die virtuelle Bandenwerbung wird sich massiv auszahlen, und wir haben weitere Pfeile im Köcher.“

In seiner von viel Beifall begleiteten Rede blickte der Vorsitzende der Geschäftsführung auf das in fünf Wochen ablaufende Jahrzehnt zurück: „Wir haben zwei Meisterschaften gewonnen, zwei Pokalsiege errungen und vier Vizemeisterschaften. Es ist das erste Jahrzehnt, in dem wir durchgängig international gespielt haben, achtmal in der Champions League und zweimal in der Euro League. Es sind die besten zehn Jahre, die Borussia Dortmund jemals gehabt hat.“ In dieser Zeit stieß Borussia Dortmund in wirtschaftlich neue Dimensionen vor, steigerte den Umsatz von 75 auf 500 Millionen Euro, ist schuldenfrei und hat „in diesen zehn Jahren 188 Mio. Euro Gewinn nach Steuern gemacht“. Zudem stellte Watzke das Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus heraus: „Wir sind unserer gesellschaftlichen Verantwortung mehr als gerecht geworden. Borussia Dortmund wird sich immer einbringen. Wir sind mehr als das, was auf dem Rasen passiert.“

Dort registrierte der BVB-Chef „große Formschwankungen bei vielen, die im vergangenen Jahr den Erfolg der Mannschaft in großem Maße geprägt haben“ und kündigte an: „Daran müssen wir arbeiten. Die Aufgabe der nächsten Wochen ist es, das hinzukriegen. Denn jeder weiß, welche Qualität in dieser Mannschaft steckt.“

An der Zielvorgabe – „Wir werden allesversuchen, um Deutscher Meister zu werden“ – rückt Watzke bewusst nicht ab: Solange dieses Ziel nicht in utopische Ferne gerate, werde es nicht revidiert: „Wenn wir zu alter Stärke zurückfinden, können wir noch eine Menge erreichen.“ Über die Zielvorgabe an sich sagte er: „Die Alternative wäre es gewesen, nach dem drittbesten Punktergebnis in der Vereinsgeschichte, nach 21 Spieltagen als Tabellenführer, ein ambitionsloser Klub zu werden. Doch wir bleiben ambitioniert!“

Geschäftsführer Thomas Treß sprach nochmals über die im August veröffentlichten Zahlen , die transferbereinigt einen Umsatzrekord für das Geschäftsjahr 2018/19 beschert hatten.

Die Entlastung der persönlich haftenden Gesellschafterin erfolgte fast einstimmig (99,69%). Bei der Nachwahl eines Mitglieds für den Aufsichtsrat erreichte der einzige Kandidat, Bodo Löttgen, mit 76,60% der Stimmen die erforderliche Mehrheit. Dem Vorschlag, eine Dividende von erneut 6 Cent pro Stückaktie auszuschütten, folgte die Hauptversammlung mit einer Zustimmung von 99,93 Prozent.

Weitere Informationen zu den Abstimmungsergebnissen finden Sie hier
Boris Rupert

Die Rede von Hans-Joachim Watzke (BVB-Geschäftsführer)

 

Die Rede von Thomas Treß (BVB-Geschäftsführer)